Ein weiter Weg zum neuen Lieblingspulli – Probenähen für Sewera

Als Carina von Sewera letzten Monat zu einem neuen Probenähen für den „Nameless Hoodie“ aufgerufen hat, war ich mir lange unsicher, ob ich es tun soll, da ich eigentlich genug für die Uni und Arbeit zu tun habe und die Nähzeit für mich stark gedrosselt habe. Aber der Pulli, den sie da so angepriesen hat, sah so schön aus und ich nähe ja nun in letzter Zeit ohnehin so wenig und meist für andere, … Letztlich habe ich mich dann beworben und die schwere Entscheidung Carina überlassen. 😛 Ich habe mich unglaublich gefreut, dass ich wieder dabei sein durfte und habe mir fest vorgenommen, meine Zeit gut einzuteilen, sodass nichts zu kurz kommt.

Walking on Sunshine

Die erste Woche habe ich auf einer Tagung geholfen, das wusste ich vorher schon und das war auch eingeplant. Also wollte ich in der Zeit, in der ich nicht meine Dienste tat, schon einmal Drucken und Schneiden und für die Uni lesen. Aber wer hätte gedacht, dass ich plötzlich in der Uni wie im „Haus, das Verrückte macht“ hin und her geschickt werde und am Ende immer noch nicht den EINEN Schein in den Händen halte, den ich eigentlich gebraucht hätte?! Okay, die zweite Woche wird besser. Ganz bestimmt!

Oh, oh! Das Buch, das ich gerade lese, muss unbedingt abgegeben werden! Vorbestellt? Keine Verlängerung? Nagut, dann lese ich jetzt wie ein Wahnsinniger. Am Wochenende fahre ich dann wie geplant meine Eltern besuchen und gehe auf die Messe, kaufe dort einen hübschen Stoff für einen der Pullis und alles wird gut! Vorher schneide ich aber immerhin schon einmal den Stoff für Pulli 1 zu.

Das Wochenende naht, alles ist mit meinem Freund abgesprochen. Heute fahre ich los. Nein, tue ich nicht! Karnickelmann Santana will nicht mehr fressen, ist unruhig, geht nicht aufs Klo, zieht sich auf den kalten Flur zurück… Die Fahrt wird abgeblasen, statt auf der Messe und bei meinen Eltern – die zum Glück ganz viel Verständnis haben – verbringe ich das Wochenende beim Tierarzt. Ich schlafe kaum, mache mir unentwegt Sorgen, massiere das Bäuchlein des Kranken und wärme ihn. Fressen will er leider nicht. Nach fast zwei Tagen fängt er endlich wieder an ein wenig Basilikum und Fenchel zu futtern. Erleichterung macht sich breit! Auch wenn mein Stoffgeld nun erheblich geschrumpft ist, erlaube ich es mir wenigstens im Netz ein bisschen was zu bestellen. Es kann nur besser werden!

Uns geht's gut

Die Woche über beende ich endlich Pulli Nummer 1. Petrol und Dunkelblau mit einem wunderschönen Kragen. Das Nähen der innenliegenden Tasche macht mich kribbelig und ein wenig wahnsinnig. Offensichtlich spontane Hirnaussetzer, weil ich nicht weiß, wie ich den Stoff anlegen und festnähen soll. Dabei ist das so logisch, wie ich anschließend feststelle! *seufz* Der Pulli ist fertig und sieht wirklich schön aus. Oben herum ein wenig zu groß, dafür bequem, kuschelig und der Kragen ist schön und anschmiegsam. YES!

Ich bin also wieder ganz motiviert. Der bestellte Stoff trudelt ein. Oh weh! Ein Loch im Stoff, der eigentlich für Nummer 2 vorgesehen war? -.- Ich kontaktiere den Shop und warte auf Antwort, dann sollen es eben die Waschbären werden, die ich dafür gar nicht vorgesehen hatte. Nagut. Am Wochenende ist Silberhochzeit in der Familie meines Freundes. Eine Freundin wurde schon vor Wochen als Nickelsitterin ausgewählt, der Termin frei gehalten. Die ist krank? Magen-Darm? Oh je… die Arme. Und alle anderen Menschen sind an diesem Wochenende nicht da! Nach langem Hin und Her wird beschlossen, dass wir – trotz weiter Fahrt – morgens früh los fahren und nachts wieder heimkehren. Mehr Stress, weniger Zeit für die Familie, mehr Zeit für Pulli Nummer 2, sage ich mir. Irgendwie muss doch was Positives dabei sein!

Warten am Feldrand

Die Feier war schön, die Zeit zu kurz, aber der Weg hat sich gelohnt! Den Sonntag verbringe ich trotz bösartiger Kopfschmerzen an Pulli Nummer 2. Nein! Ich lasse mich nicht schon wieder ausbremsen. *grrrr* Dienstag ist Stichtag! Montag werden dann endlich die Fotos gemacht, trotz anhaltender Kopfschmerzen… Schmerzmittel rein und versuchen Spaß zu haben. Zum Glück ist mir das Wetter hold. Die Sonne scheint, nur der Wind zerrt an meinen Haaren, die so ständig in meinem Gesicht landen und meine Miene oft etwas merkwürdig verziehen lässt. 😛 Den Rest des Tages verbringe ich auf dem Sofa, der Kopf wird immer gemeiner zu mir.

Ich habe also auch den Gewinnspielstart verpasst. Das ist schade, aber eigentlich nicht schlimm. Genug andere machen mit und das Wichtigste ist das Nähen gewesen, das Ergebnis und die entspannte Atmosphäre. Nickelmann Santana ist wieder gesund, mein Schädel ist heute auch schon wieder viel freundlicher zu mir und die Fotos sind schön und teilweise wirklich lustig geworden. Ich habe zwei Pullis mehr in meinem Schrank, die mich echt begeistern, obwohl der Weg nicht leicht war. Eine Version mit Kapuze habe ich am Ende nicht gemacht, denn ich fand, der Waschbär braucht einen Kragen. Und dieser Kragen ist echt der Wahnsinn. Nicht zu eng, hält trotzdem meinen schnell fröstelnden Hals warm und sieht einfach schick aus. Und diese „über-den-Pöter“-Länge ist genau mein Ding. Ich bin so froh, dass ich mitmachen durfte und würde es jederzeit wieder tun. Und ich bin mir sicher, nächstes mal dann auch wieder ohne so viele Pannen. 😀

Und hiermit rumse ich das erste mal. *freu*

Spaß beim Fotografieren hatte ich wieder mit dem lieben Roman Niehus.
Das Schnittmuster „Nameless Hoodie“ von Sewera findet ihr bei Makerist oder Etsy.
Der Stoff in Petrol kommt von Buttinette.
Die Waschbären und der graue Stoff sind von Stoffe-Hemmers, die mir im übrigen ganz ohne Probleme den ursprünglich geplanten, aber kaputten Stoff neu zugeschickt haben. Vielen lieben Dank für den tollen und freundlichen Kontakt, sowie die schnelle Lieferung und Lösung des Problems! 🙂

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2 Gedanken zu “Ein weiter Weg zum neuen Lieblingspulli – Probenähen für Sewera

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