Amizade im April

Wie kann man nur so müde sein? Und das, wo doch draußen gerade so viel los ist: Schnee, Sonne, Regen, Wind, Wolken, Hagel, Wärme, Kälte. Der April beehrt uns mit seiner vollen Bandbreite. (Ich weiß schon, warum ich ein Aprilkind bin, so eine weite Bandbreite habe ich nämlich auch. ^^‘ Dazu aber mal einander mal.)

Amizade

Ich sehe so viele, die sich darüber beklagen, dass da ein paar Schneeflocken vom Himmel fallen oder es „schon wieder“ regnet. Ich sitze stattdessen hier am Fenster und freue mich über die kleinen Flöckchen, die etwas verloren wirken zwischen all den grünen Blättern, die noch gar nicht so lange an den Bäumen sind. Ich habe den Eindruck, dass die Natur zur Zeit alles dankbar aufsaugt, um die Kraft irgendwoher nehmen zu können, die sie braucht. Aber so ist es nun einmal: Der Mensch ist viel zu oft unzufrieden mit dem, was er gerade hat und will jetzt im Moment halt was anderes. Mimimimimi!

Amizade

Ich versuche es gerade wie die Natur zu machen und alle Informationen konzentriert aufzusaugen, die ich lese. Klappt mal besser, mal schlechter. ^^‘ Diese Woche bin ich sooo müde. Da klappt das mit dem Konzentrieren nicht so gut. Ich futtere stattdessen ganz viel, um mich wach zu fühlen. Ich weiß, nicht so klug. 😛

Amizade

Aber naja, die Woche ist ja noch nicht rum und diese Nacht werde ich hoffentlich endlich mal wieder schnell einschlafen, dann habe ich morgen auch wieder ordentlich Energie! Das mit der Konzentration liegt natürlich nicht nur an mir, sondern auch ganz doll an den Texten. Ich hasse ellenlange Sätze. Bitte möglichst verschachtelt und ganze Absätze lang. -.- Uff!

Amizade

Aber so sind nicht alle Texte. Und zum Glück ist das Thema ja auch spannend, aber manchmal … da will der Text nicht ins Hirn. Und das ist echt frustrierend. Der Abgabetermin rückt schließlich immer näher. Und solange herrscht hier wieder relativer Nähentzug. Abends bin ich einfach zu kaputt im Moment bzw. wenn ich daheim bin und alles im Haushalt erledigt habe, wird es Zeit fürs Bett. Aber das ist nicht schlimm. Schließlich will ich meine Sache ja gut machen und danach kommen auch wieder entspanntere Zeiten. 😀

Amizade
Die Bilder die hier seht? Das ist meine Lieblings-Amizade! Ein wunderbares, schwarzes Oversizeshirt mit langen Ärmeln und Knoten seitlich vorne. Und die Fotos wollen nicht so recht passend erscheinen, wenn man den bewölkten Himmel ansieht und die 3 Grad draußen bedenkt. Ich zeige sie euch trotzdem, weil halt. 😛

Amizade

Verlinkt bei: RUMS, Zeigt Neues.
Schnitt: „Amizade“ von Erbsünde.
Stoff: Schwarzer Viskose-Jersey von stoffe.de

Rauten-Elwa an den Beinen – Die Bestimmung

Ihr kennt es selbst, oder? (Wer jetzt gleich „Nein“ sagt, der lügt! :P)
Man shoppt Stoffe (kennt ihr, oder?) und da ist dieser eine Stoff. Toll ist er! Schön! Den MUSS man einfach haben. Oft genug kauft man dann den Stoff ohne genauen Plan. Er liegt daheim und wartet auf seine Bestimmung. Manchmal traut man sich auch einfach nicht, ihn anzuschneiden. Manchmal reicht er gar nicht für das, was man sich dann überlegt. Oder man stellt fest, dass einem dann doch der richtige Kombistoff dafür fehlt. Doooooof.

Rauten & Cut Out15

Aber es gibt auch diese anderen Stoffe. Man sucht eigentlich etwas anderes und stolpert über sie. Kaum gesehen und sofort weiß man, was daraus werden soll. *magic sparkle* So ging es mir bei dem Rauten-Jersey von Stoffwelten. Ich sah ihn und wusste, der muss es sein. Schwarz-weiß, unregelmäßig, einfach goil! Und dann war er tatsächlich ausverkauft. Grrrr. Gerade, als ich die Bestellung machen wollte. Aber einige Zeit später gab es ihn wieder (euer Glück, ich war echt traurig und verägert. ;-* ) Klar habe ich ihn sofort bestellt. Und natürlich auch nicht bereut!

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Die Wahl des Schnittes flutschte auch unglaublich. Es sollte eine Leggings werden. So viel war mir ja nun schon klar. Aber pur aus dem Stoff? Nope. Ich wollte dem Ganzen noch den richtigen Twist geben. 😄 Noch ein wenig mehr Schwarz rein bringen, um es mehr meins zu machen. Und *magic sparkle* da sah ich die Elwa von MoiraLita. Mein Herz war an den Schnitt verloren und ich wusste gleich: Das ist er, der Schnitt! Und der Stoff musste nich mal lange darauf warten. Er war gerade erst getrocknet. Manchmal passt einfach alles zusammen. 🙂

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Nach einer ersten Probeleggings, damit ich mir meiner Größe sicher sein konnte, wurde also meine Rauten-Leggings genäht mit schwarzer Passe. Ein absolutes *magic sparkle* Lieblingsstück! Ganz meins und doch ganz anders als ich „sonst“ herum laufe. Im Normalfall – heißt vor dieser Leggings – dienten Leggings für mich vor allem dem Zweck, dass ich etwas blickdichtes unter Longshirts, -pullis oder Kleidern hatte, was sich nicht durch Knöpfe durchdrückt und keinen Gürtel braucht. Und nu? Ich habe die Leggings neu für mich entdeckt. Sie kann tatsächlich vollwärtiger Bestandteil meines Outfits sein, sogar im Fokus stehen. Und an den Beinen darf so durchaus auch mal mehr los sein. 😛

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Jaja! Es gibt auch noch diese (doofen) anderen Stoffe, die daheim im Schrank liegen und noch geduldig auf ihre Bestimmung warten. ^^‘ Aber ich bin mir sicher, der Tag wird kommen, an dem jeder Stoff seinen Schnitt findet. Und bis dahin werden sie gut verwahrt und die Stoffe vernäht, die augenblicklich mit magic sparkle einen Platz in meiner Garderobe finden.

Welche sind das bei euch? Die Stoffe, die gleich vernäht wurden? Oder die, die noch im Dornröschenschlaf liegen?

Verlinkt bei RUMS & Zeigt Neues.
Stoff: Rautenjersey von Stoffwelten, schwarzer Jersey von Alles für Selbermacher.
Schnitte: „Elwa“ (Leggings) und „Cara“ (CutOut Shirt) von MoiraLita.

Rauten & Cut Out2

Vorsätze sind dazu da, …um gebrochen zu werden?!

Vorgenommen hatte ich mir, erst mal nicht Probenzunähen. Nähen erlaubt, na klar. Aber während der Abschlussarbeit wollte ich mir keinen weiteren Zeitdruck machen. Hat ganz gut geklappt, bis die böööööse Mo von MoiraLita ihre viel zu goilen Leggings (Elwa) gezeigt hat. Ehe ich selbst bemerkte, was ich da tat, hatte ich mich auch schon beworben. Und dabei wollte ich doch nur Feedback geben, dass DIESER Schnitt ganz genau meinen Geschmack getroffen hat. Mist, verdammter! 😉 Und dann wurde ich auch noch genommen. Wie fies… Und ich habe es nicht bereut. Nope! Ich konnte diese vermalledeite Situation prima vor mir rechtfertigen. Hatte ich nicht erst Stoff gekauft, um mir Leggings zu nähen? Na also! Ich würde also genau das nähen, was ich ohnehin vorhatte. Abends nach der Uni den Schnitt vorbereiten, am Wochenende nähen. Super! Rechtfertigung geglückt! 😀

Elwa und Cara

Aber Mo konnte es wohl nicht lassen… Tzetzetze. Zeigt sie auf ihrer Seite ein neues Oberteil mit CutOuts an den Schultern.

Die Resonanz und offenkundige Begeisterung für das Oberteil (Cara) war auch in der Gruppe für die Leggings groß. Also hat Mo dann beschlossen, sie würde Leggings und Oberteil zusammen herausbringen. Beides würde in der Gruppe genäht werden.

NEEEEEEEEEEEEEEIN!
Ich meine: JAAAAAAAAAAAAAAA!

Also mal im ernst. Wie viel besser kann man es treffen? Welch bessere Begründung konnte es geben? Wie um alles in der Welt hätte ich mir selbst gegenüber besser rechtfertigen können, dass ich mitnähe und ich mich ja trotzdem super an meinen Schwur gehalten hatte und vor allem: Wie hätte ich „nein“ sagen können? Ernsthaft! Ich kleiner Glückspilz. 😀

Elwa und Cara

Also habe ich mich abends nach der Uni wirklich noch aufgerafft und am Wochenende ausgiebig die Nadel glühen lassen. Das konnte ich aber auch nur, weil der liebe Roman dafür abends gekocht und sich überhaupt ganz viel um den Haushalt gekümmert hat. Und was ihr hier seht, ist übrigens meine schlichteste Kombo: Elwa in schwarz mit Einsatz und eine graue Cara mit CutOuts. Passt super zu mir!

Ach ja, was die Sache mit den Vorsätzen angeht: Ich habe mir Leggings genäht, so wie ich es mir für das neue Jahr vorgenommen habe. 😛 Habt ihr auch so Vorsätze, die nicht lange halten? Oder die ihr aufgebt, um einen anderen einzuhalten?

Elwa und Cara

Achtung, Werbung:
Leggings „Elwa“ bekommt ihr bei MoirLita im Shop und bei Makerist. (Ihr habt übrigens die Qual der Wahl: Einsatz, Kniepatches in 3 Varianten, Taschen und Faketaschen.)
Oberteil „Cara“ ist ebenfalls in MoiraLitas Shop und bei Makerist erhältlich. (Auch hier gibt es viele Möglichkeiten: Cut Outs, Oneshoulder, komplett schulterfrei, normal, dazu 3 Armlängen, 2 Saumabschlüsse und alles jeweils in weit oder eng.)

Verlinkt bei Rums

2016 – Ein etwas verspäteter Rückblick ^^‘

Ja, ihr kennt das mittlerweile schon von mir: Diese Pausen, in denen hier nichts passiert. Ich selbst wollte eigentlich wieder viel regelmäßiger schreiben, aber so ist das nun mal im Leben: Manchmal kommt etwas dazwischen. 😉 Der Dezember war bei mir – wie bei vielen – angefüllt mit Weihnachtsfeiern, Geschenke basteln, nähen und besorgen, Zeit mit lieben Menschen verbringen, einfach mal über den Weihnachtsmarkt schlendern, … Mein Höhepunkt war, die Feiertage bei und mit meiner Familie verbringen zu können. Wir haben geschmaust, gelacht, geredet, gespielt und uns umarmt, was auf die Entfernung ja doch immer etwas schwieriger ist.

Silvester habe ich dann krank auf der Couch in Marburg verbracht und mir und meinem Körper einfach eine Woche Zeit gelassen, um wieder gesund zu werden. In der Zeit habe ich das letzte Jahr mal Revue passieren lassen. Vor etwa einem Jahr habe ich diesen Blog erstellt. Äääh im Januar vor einem Jahr. Zunächst eher widerstrebend, letztlich aber der Hartnäckigkeit meiner Freunde (Chris! *hust*) nachgebend, habe ich mich daran gewagt. Ich könnte euch jetzt erzählen, wie klein und wenig besucht meine Seite ist, dass ich manchmal nicht weiß, ob ich etwas schreiben soll, weil es uninteressant für euch sein könnte, …

Halt die Klappe, Jasmin!

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Wo soll ich bloß anfangen? Wahnsinn, wie viele Dinge in so ein Jahr passen! Nachdem ich Ende 2015 das erste mal Kleidungsschnitte probenähen durfte, war 2016 wirklich angefüllt mit vielen Probenähprojekten. Ich habe vor einem Jahr nicht daran geglaubt. Niemals. Aber gehofft habe ich natürlich. Warum? Weil Probenähen dürfen für mich bedeutet, dass dem Gegenüber mein Stil gefällt, meine Bilder, meine Komposition, dass ich das gewisse Etwas habe, meine Bewerbung gut war, … Es ist ein Lob für mich. Ganz einfach. Außerdem bin ich experimentierfreudig. Ich probiere gerne neue Sachen aus, lasse die Dinge auf mich zukommen. Und ich unterstütze gerne Schnittmusterersteller, die mich überzeugen, deren Schnitt oder Stil mir gefällt, die sympathisch wirken. Ja, das ganze läuft auch umgekehrt: Wenn ich mich bewerbe, ist das auch ein Kompliment an den Ausschreiber. 😀 Mal ganz abgesehen davon sind Probenähgruppen im Idealfall einfach etwas völlig anderes als die riesigen Nähgruppen. Es ist eine überschaubare Zahl Menschen, wir haben alle das gleiche Ziel, können uns viel besser gegenseitig unterstützen und helfen, die Kommunikation ist da, man bekommt und gibt Feedback zu Umsetzung, Fotos und Technik. Man lacht oder verzweifelt zusammen, baut sich gegenseitig wieder auf und lernt voneinander. Genug dazu! Ich merke, da kommt gerade ein kleiner Wasserfall aus mir heraus. ^^‘

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Meine ersten Male letztes Jahr? Ich habe mit einer Overlock genäht und mit einem Plotter gearbeitet. Ich habe eine Bluse mit Knopfleiste und eine JEANS genäht, ich habe einen Pulli und eine Tasche bestickt, ich habe mit Falzgummi und elastischem Schrägband gearbeitet, Jersey und Cord vernäht, Jeansknöpfe angebracht und mich an (dunkel)roten Lippenstift getraut. Ich habe teilbare Reißverschlüsse benutzt und in Hosen und Röcke Reißverschlüsse eingesetzt, fühle mich mittlerweile noch wohler vor der Kamera und habe entdeckt, dass Turtleneck gar nicht so schlecht an mir aussieht, genauso wie Croptops.

Ich bin mit einigen Bildern als Titel oder Beispiel von Ebooks in Shops zu sehen und Teil des Stammteams von PiexSu geworden. Und ich habe neue Freunde gefunden. Besonders zwei Mädels (Finnewurm und Selfnäht by Geraldine), die ich beim Probenähen kennengelernt habe, mag ich nicht mehr missen, denn wir schreiben uns jeden Tag.

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Und was habe ich 2017 vor? Mehr wagen, mehr Stoffschätze anschneiden, ein wenig mehr Farbe und Muster wagen(?), weniger Kleidung kaufen und mehr selbst nähen. Da stehen vor allem Hosen auf meiner Liste. Den Plotter weiter testen und mich noch weiter im Besticken versuchen. Außerdem steht schon lange eine Collegejacke und ein paar schicke Leggings zu meinen Longpullis und -Shirts auf meiner Wunschliste. Und diverse andere Dinge. *kicher* Ich wünsche mir endlich ein kleines Logo. 😛 Das wäre cool. Und vielleicht noch ein paar mehr Klicks für meinen Blog und die Facebook-Seite. Man soll seine Ziele ja immer hoch genug stecken, oder?

Noch ein wenig wichtiger ist mir jedoch, dass ich dieses Jahr mit der Uni fertig werde, vielleicht mal nicht ins Krankenhaus muss oder lange krank bin, einen Job finde, der mich glücklich macht, umziehe und meinen Langohren so mehr Platz bieten kann (und mir fürs Nähen :P). Ich möchte etwas mehr Struktur im Alltag und wieder gesünder essen, denn ich esse gerne gesund, es bleibt nur durch Zeitmangel manchmal etwas auf der Strecke.

Was habt ihr letztes Jahr zum ersten mal gemacht?

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Die Bilder zeigen im übrigen die erwähnte erste Bluse. Der Schnitt heißt „Nameless Bluse“ und ist von Sewera. Den Stoff habe ich bei Alles für Selbermacher gekauft. Jeans-Chambray in Uni und als Kombistoff selbigen mit Pfeilen. (Vielen Dank für die Hilfe bei der Wahl des farblich ganz genau passenden Kombistoffes! ❤ ) Wundervoll auf der Haut, aber bei Minustemperaturen nicht warm. So viel kann ich euch aus Erfahrung sagen. 😛

Verlinkt bei Rums.

Türchen 21. – Der etwas andere Adventskalender: Karnickel im Haus

Nachdem mein letztes Türchen sich doch irgendwie auch ums Nähen gedreht hat, mag ich euch an diesem Mittwoch im Türchen Nr. 17 ein bisschen was über (unsere) Kaninchen erzählen. Denn viele haben sicherlich ein ganz anderes Bild von einem Leben mit ihnen.

Unsere beiden Langohren kommen aus dem Tierheim. Banja, eine kleine Widderdame, wurde auf der Straße mitten in der Stadt gefunden und kam ins Tierheim. Als Roman und ich uns dort nach einem Karnickel umsahen, war es Liebe auf den ersten Blick. Es gab viele süße Kaninchen dort, jüngere, flauschigere, buntere, aber die kleine Banja sah mich an und ich wusste irgendwie, dass sie zu uns gehört. Santana, ein Stallkaninchen, haben wir ebenfalls aus diesem Tierheim geholt, als wir auf der Suche nach einem neuen Gefährten für Banja waren. Eigentlich hatten wir an einen Kerl in ihrer Größe gedacht, aber auch in seinem Fall sprang der Funke einfach sofort über, Größe hin oder her. (Santana wurde übrigens an einer Tankstelle aufgefunden, ausgesetzt in einem Käfig!)

Wie das Leben mit zwei Kaninchen so ist? Wundervoll! Lerhreich! Bereichernd! Und das alles ohne Käfig. Denn Kaninchen brauchen Platz. Und zwar wesentlich mehr als diese kleinen Käfige bieten. Mindestens 4 qm² werden für zwei Paar Ohren empfohlen + Freilauf. Wir hatten anfangs ein Gehege in unser Schlafzimmer integriert. Schnell lernten wir, dass das mit dem Absperren gar nicht so leicht war. Ein Teil der Absperrung war das Kopfende unseres Bettes. Eines nachts träumte ich von einem unerwarteten Schlag in den Magen und schreckte dadurch aus dem Schlaf. Als ich neben mir eine schnüffelnde Nase und neugierig schauende Augen sah, wusste ich, wer mir diesen Schlag verpasst hatte. Und ich konnte nicht einmal böse sein, war doch das Fellknäuel so verschmust und glücklich bei mir zu sein.

Als Banja damals bei uns eingezogen ist, wusste sie nicht gleich, dass sie auf uns im Bett Rücksicht nehmen muss (im Gegensatz zu anderen Karnickeln). Sie ist gerne mal durch das Bett gesprintet und dabei einmal voll durch Romans Gesicht gesaust. Überhaupt nicht lustig. Zum Glück hat sie seine Augen dabei nicht verletzt. Sie hat erfreulicherweise schnell gelernt, dass auch wir Gefühle haben und es ist nicht wieder vorgekommen.

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Mittlerweile sind Schlafzimmer und Flur immer offen, die Tapete in Kaninchen-Reichweite geschützt. Und wer jetzt an Köttel überall denkt, wird enttäuscht sein. Kaninchen können stubenrein werden bzw. viele bekommen das sogar ganz alleine hin. Es gibt also einfach wie bei Katzen Katzenklos mit Streu und gut ist. Kaninchen sind erfreulicherweise auch sehr dezent im Geruch. Hm, ansonsten ist das Leben mit Kaninchen statt Katzen nicht sooooo viel anders. 😉 Unsere Zwei kommen abends zum Schmusen ins Bett, morgens wacht man oft mit dem Blick in schwarze Augen auf. Sie haben ein Regal erobert, schauen gerne mal aus dem Fenster, jagen sich, putzen sich, liegen gerne auf einem niedrigen Tisch, sie begleiten mich zur Küche und warten dort gierig auf eine neue Portion Futter und manchmal, wenn Monsieur verärgert ist, pinkelt er vor das Bett. Eben wie so manche Katzen auch. 😉

Bei uns gibt es rund um die Uhr Frischfutter. Durch Trockenfutter werden die Zähne nicht vernünftig abgenutzt und es verträgt sich so gar nicht mit der empfindlichen Verdauung von Kaninchen. Wenn die nicht richtig funktioniert, wird es gefährlich. Nickel verbergen meist, wenn es ihnen schlecht geht und wenn man es bemerkt, muss man schnell handeln. Auch damit haben wir schon Erfahrungen gemacht. Als Santana einmal krank war und wir ihn nach dem Arztbesuch wieder mit heim nahmen, verkroch er sich auf den, im Winter recht kühlen, Flur. Banja hat ihn immer wieder versucht zum Essen zu animieren und ihn getrietzt, dass er sich bewegt. Es war wirklich rührend! Wir haben uns wirklich große Sorgen gemacht und die Nacht mit den Kaninchen auf dem Flur verbracht. Ja, wir lieben unsere beiden wirklich sehr.

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Kaninchen können übrigens auch viel Unordnung anrichten und Blödsinn machen. Da wird dann mal das ganze Heu aus der Weidenrolle gegraben, damit der Große sich in die Röhre quetschen kann.

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Ja, Santana ist ein kleiner Heu-Junkie, der sich manchmal richtig darin vergräbt, während Banja lieber die Gegend ganz genau untersucht und für ihr Eigen erklärt. Da muss man echt aufpassen, dass man ihr nicht den Rück zukehrt. Sonst ist sie Schwups in der Stube und sitzt im Fenster.

Einmal hat Banja angefangen ein Nest zu bauen. Sie war wohl der Meinung, es sei der richtige Zeitpunkt fürs Kinderkriegen. Nur doof, wenn das gar nicht mehr geht … Naja. Das Nest ist auf jeden Fall sehr schön und flauschig gewesen, Madame dafür nackig an der Brust. >.< Santana war davon so begeistert, dass er gerne mit einziehen wollte. Leider war es nicht auf seine Größe ausgelegt und so hat ihr spontan beim Ausbau geholfen und die Hälfte umgegraben, bis er auch mit hinein gepasst hat. Banja fand das nicht ganz so amüsant. ^^‘

Was sie beide ganz besonders lieben, ist ihr großer Karton. In mühsamer Arbeit haben die beiden ihn beknabbert und – jetzt ganz ohne Scheiß – es irgendwie hinbekommen, dass die Öffnung wie ein Kaninchen aussieht. 😀 Künstlerisch begabte Kaninchen also.

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Ich schaue auf die Uhr und sehe, dass ich ganz dringend ins Bett muss. Ich verabschiede mich also von euch und hoffe, dass euch dieser kleine Einblick gefallen hat. Es gibt noch so viel mehr zu erzählen. Mit Kaninchen wird es einfach nie langweilig. Wer sich mehr über artgerechte Haltung informieren möchte, kann das super auf der Seite von der Kaninchenwiese -> HIER
Habt ihr auch tierische Freunde zuhause? Was stellen die so an? Erzählt doch mal, was ihr so schon erlebt habt mit ihnen! 😀

Weiter geht es morgen bei Carmen von Dade’s Zauber. Und wer die weiteren oder auch die vorherigen Türchen sehen möchte, darf jederzeit auf Facebook vorbeischauen. 🙂
Schlaft gut!

Verlinkt bei mmi, obwohl ich meine Langohren nicht nur mittwochs mag. 😉 Aber ich freue mich einfach, euch im Rahmen des Adventskalenders von ihnen mal was erzählen zu können. 😀

Türchen 16. – Der etwas andere Adventskalender: Die „anderen Bilder“

Der etwas andere Adventskalender. Kennt ihr ihn? Maria von Rock ’n Top hat ihn letztes Jahr ins Leben gerufen. Es ist ein Adventskalender ohne Gewinnspiele, denn davon gibt es jedes Jahr genug. Es geht vielmehr darum, dass keiner verlieren kann. Also beinhaltet der Kalender Tutorials, Rezepte, einen Blick hinter die Kulisse, Dinge, die uns ab vom Nähen wichtig sind, Geschichten und einfach das, was wir euch sagen oder zeigen möchten.

Obwohl ich erst nicht wusste, was ich beitragen sollte, habe ich mich Ende November doch überwunden und zugesagt, einen Beitrag zu schreiben. Ich habe wie viele andere auch elendig lange gegrübelt, was ich zu bieten hätte, was euch auch einen längeren Beitrag lesen lassen würde.

Und jetzt bin ich ganz aufgeregt und freue mich. Denn ich habe mich entschlossen, euch an diesem Freutag einen Blick in meine gut gehüteten Fail-Fotos zu gewähren! DöDöDÖÖÖÖÖÖ!

Immer wenn ich etwas Neues genäht habe (nagut, nicht immer, aber meistens), werden davon Fotos gemacht. Denn natürlich möchte ich schöne Fotos von dem zeigen, was ich mit Liebe und Herzblut nähe. Und vor allem wenn ich Probe- oder Designnähen darf, sollen die Schnitte natürlich toll präsentiert und in Szene gesetzt werden. In der Regel bekommt ihr also die schönen Bilder von fertigen und für gut genug befundenen Arbeiten zu sehen. Ich bin noch weit entfernt von Perfektion und nicht immer bin ich mit den Bildern zufrieden. Diejenigen unter euch, die auch Fotos für ihre Seiten machen kennen das. Da ist man unzufrieden und fragt sich, wie DIESE Bilder bloß entstehen konnten. Peinlich, peinlich. Heute möchte ich euch allen mal „die anderen“ Bilder zeigen. Bilder, die wunderschön gewesen wären, hätte man die richigen Einstellungen verwendet, Bilder vom Passformcheck, matschiges Irgendwas, Gesichtsverzerrungen, alberne, strauchelnde oder einfach schlecht geposte, sonst gut versteckte Überreste von Fotoshootings.

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Und bitte: Lacht, grinst, schmunzelt, weitet die Augen, zieht die Brauen hoch und fragt euch, was ich da bloß mache! Ich selbst habe großen Spaß an den Bildern, einfach weil sie so seltsam und bedeppert aussehen.

Im Herbst letzten Jahres durfte ich das erste Mal Probenähen. Und ich hatte mir besonders viel Mühe beim Posen gegeben. Gar nicht so leicht, plötzlich das Kleidungsstück in den Vordergrund zu stellen, das Licht zu nutzen und alles. Ich war schon ziemlich aufgeregt und deshalb hatten wir einen nicht ganz so im Publikumsverkehr liegenden Ort für die ersten Bilder gesucht. Auch wenn ich vorher schon ein paar Cosplaybilder gemacht hatte, viel mir das Posen im ersten Moment gar nicht so leicht. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, strauchelte, das Licht war doof. In einem Kostüm war ich immer automatisch in eine Rolle geschlüpft, habe mich entsprechend zurecht gemacht, mit Accessoires und Posenbildern im Kopf vorbereitet. Klar, mit einem kleinen Cosplayherz habe ich gleich von Anfang an mir eine Art Bühnenbild ausgemalt, mir genau überlegt, welche Schuhe, welche anderen Kleidungsstücke dazu angezogen werden sollten und auch über MakeUp und Haare nachgedacht. Aber die Rolle war plötzlich kein fertiger Charakter mit Standard-Moves, sondern ich. Ich musste also herausfinden, welchen Teil meiner Persönlichkeit das getragene Werk unterstrich, hervorhob oder zurückdrängte. Und mit einem Mal wurde es leichter.

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In den meisten Fällen sind meine Posen jedoch durchbrochen von Albernheiten. Das sind die Momente, in denen ich gerade nicht mehr weiter weiß und mein Gehirn automatisch eine Lockerungsübung zu machen scheint. Dabei entstehen sehr … interessante Posen und Gesichtsausdrücke. Jap. Seeeehr sexy. 😉 Aber es hilft mir. Ich werde locker. Es ist wie bei einer Schreibblockade, die man durch das bloße darauf los schreiben lösen kann. Einfach die Worte sprudeln lassen, auch wenn zunächst ein Haiku über Broccoli und Marmelade entsteht. Und nicht selten sind gerade dabei Bilder entstanden, die mir besonders gut gefallen. Das bin eben ich: Albern, seltsam, lachend und manchmal etwas ungelenk.

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In manchen Fällen sehen die Posen leider üüüüberhaupt und gar nicht (nicht mal annähernd) so aus, wie man es sich vorstellt. Man glaubt eine Idee zu haben und wenn man hinterher die Bilder davon sieht: ENTSETZEN! Das sind die Augenblicke, in denen ich Roman (den komischen Typen hinter der Kamera, der mich immer wieder zu den zuvor genannten Gesichtsentgleisungen und Schwankungen verleitet) am liebsten auf den Hinterkopf klatschen mag. Warum in aller Welt hat er denn keinen Ton beim Fotografieren gesagt? Diese miesen Bilder hätte man sich ja nun wirklich sparen können. Dann grinst er mich an, fast schon unschuldig. „Ich wusste ja nicht, was du damit bezwecken wolltest. Außerdem sah es lustig aus.“ Na danke vielmals! 😛

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Etwas weniger bemüht bin ich logischerweise bei Passformcheck- und Zwischenstandbildern. Da die Bilder sonst niemandem gezeigt werden, außer in der Gruppe, sehe ich da immer besonders anziehend aus. Die Haare aus dem Gesicht geklemmt, verstrubbelt, ungeschminkt, in Schlafanzug- oder Jogginghose und im Hintergrund das möglichst versteckte chaotische Studentenbutzenleben. Nein, diese Bilder will man nun wirklich nicht sehen. Zu groß und labberig das eine Teil (es war aber auch ein beschissener Stoff), die Hose noch mit Stecknadeln (bloß aufpassen) und groben Steppnähten zusammengehalten, das Kleid noch viel zu weit im Rockteil, dafür passt das andere Oberteil schon ganz gut. Sagt zumindest der Blick in den Badezimmerspiegel. Dass das andere eher nach Schlafanzug aussieht, lassen wir mal außer Acht.

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Tja, und dann sind da noch die Bilder, bei denen man sich am Ende ganz besonders ärgert. Die Pose toll, aber viel zu dunkel, dass selbst ein wenig aufhellen nix bringt, gnadenlos zu hell, dass das Gesicht mit dem Himmel verschmilzt oder einfach sooo unscharf. Das Paradebeispiel dafür sind „Mademoiselle Aurelie“ von Lilabrombeerwölkchen und „Lady Kunterbunt – Der Pulli“ von Wunschstöffchen und Nadelbruch. Warum? Wo soll ich anfangen? „Mademoiselle Aurelie“ ist ja noch gar nicht so alt, aber es war das böseste Wetter für alle, die drinnen keine Bilder machen können. Kalt, bewölkt, schnell dunkel und regnerisch. Erst nach zwei Shootingtagen an drei oder vier verschiedenen Orten hatte ich Bilder, die mir gefielen. Am ersten Tag war es einfach viel zu dunkel und die Kamera hat einfach nicht mitgespielt. Am zweiten kam dann zum Glück die Sonne heraus, wechselte sich aber fleißig mit dunklen Wolken ab. Auf vielen Bildern war ich dann plötzlich geblendet. „Lady Kunterbunts Pulli“ war aber noch schlimmer. Das war im Sommer und die meiste Zeit brannte die Sonne vom Himmel. Aber da, ein glücklicher Tag mir zarten Wolken. Jolly macht sich für das Shooting bereit. Plötzlich: Ein Sturm zieht auf, reißt unentwegt an meinem schicken Hut, schiebt das Kleid nach hinten zwischen meine Beine und weht mir meine Haare in die Augen. Natürlich war dann auch gleich das Licht mies und wir brachen das Shooting ab. Am nächsten Tag war wieder Sonnenschein ohne Ende. So hell, dass die Kamera im Schatten nicht wusste, wie sie damit umgehen sollte. Ich habe x mal die Einstellungen angepasst, verändert und trotzdem sind nur matschige und/oder zu dunkle Bilder herausgekommen. -.- Ich habe mich geärgert und geflucht wie ein Kesselflicker. Also gut. Neuer Tag, neues Glück und nun sponn die Kamera tatsächlich herum. Danke. Grrrrr. Da hat man so richtig Lust auf den vierten Versuch. Es war wieder bewölkter und etwas windig, aaaaaber am Ende hatte ich endlich (aus dem ersten und dem letzten Shooting) schöne Bilder. Waaaas ein Krampf das war!

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Zu guter Letzt? Auch wenn es nicht immer leicht ist und viel Zeit in Anspruch nehmen kann, schöne Fotos zu machen, macht es mir immer noch viel Spaß. Mittlerweile komme ich auch mit an uns vorbei fahrenden Menschen gut klar. Und freue mich irgendwie schon immer auf diese Aussetzerbilder von mir, über die ich mich dann mit Roman beömmel. Und da Roman hinter der Kamera immer fleißig mit albert, wenn ich damit vor der Kamera anfange, haben wir auch beide einfach wirklich großen Spaß und so manchen Lachflash. Eigentlich müsste ich das mal festhalten. Ich glaube, die Menschen, die uns dabei begegenen, denken manchmal (Roman sagt „meistens“) für etwas komisch. 😛 Ich hoffe, ihr konntet über meine gelungen-ungelungenen Bilder lachen oder zumindest schmunzeln und ich wünsche euch das nächste Mal vor der Kamera ganz viel Spaß, auch wenn nicht alle Bilder so aussehen, wie ihr euch das vorstellt. :-* Wie geht ihr mit solchen Bildern um? Werden sie beim Durchschauen gleich gelöscht? Und überhaupt: Ich würde mich wahnsinnig über Feedback zu meinem Artikel freuen. 😀

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P.S. Für mehr tolle Türchen schaut doch gern in der Gruppe vom „Etwas anderen Adventskalender“ vorbei: HIER.

Darf ich bitten?

Holla! Schon wieder ist eine Woche rum(s). 😛
Und schon wieder zeige ich euch neue Teile aus meinem Kleiderschrank, die eigentlich so gar nicht typisch für mich sind. Naaagut. Grau schon. Aber Hellgrau und Lila? Ich weiß auch nicht, seit ich mir den Kunterbunten Jackenwahnsinn in Weiß-Lila und den PinUp Pulli in Schwarz-Lila genäht habe und ich feststellen durfte, dass sich Lila ja doch gar nicht so mit meinem rot-orangenen Haar beißt, wie ich sonst immer dachte, gefällt mir die Farbe ganz gut. Und ohne Mist: Ich habe vorher kein einziges Teil mit auch nur einem Hauch Lila in meinem Schrank gehabt seit … gut 15 Jahren. Und nun trage ich einen hellen lilafarbenen Tüllrock und eine Rüschenbluse. Wie es dazu kam?

Mademoiselle Aurelie

Die liebe Iris vom Lilabrombeerwölkchen hat zum Probenähen aufgerufen, da hatte ich ihre traumhafte Schnittkombo schon so an ihr bewundert. Aber wie ihr vielleicht gemerkt habt, war ich in letzter Zeit wahrlich viel beschäftigt und eigentlich hatte ich meinem Freund gesagt, dass ich mich erst mal nicht mehr bewerbe. Und dann habe ich mich mit Anika und Geraldine unterhalten (zwei super liebe Nähmädels, die ich beim Nähen des Jeansrock Jessy kennenlernen durfte – mittlerweile schreiben wir uns jeden Tag

Mademoiselle Aurelie

Also bewarb ich mich für die Rüschenbluse. Und zwischen all diesen vielen tollen Bewerbungen wurde auch ich ausgewählt und war, wie immer, wenn mir das passiert, trunken von Glück und überrascht. Ich bin durch den Tag geschwebt und mein Freund hat nur geschmunzelt und mich beglückwünscht (der Gute hat keinen Ton dazu gesagt, dass mein Vorhaben nicht lange gehalten hat ^^‘). Also wurde Stoff hervorgekramt und nachdem ich bei so vielen Mädels in der Truppe wunderschöne Rockbilder sah, stand für mich fest: Jasmin, du bestellst jetzt auch noch Tüll!

Mademoiselle Aurelie

Ja, nun war bei dem Tülldealer, den uns die Iris (auch wegen der günstigen Preise) empfohlen hatte, der schwarze Tüll ausverkauft (wer zuletzt kommt und so). Also habe ich Grau und Lila bestellt, denn die Blusen, das stand für mich schon vorher fest, sollten grau werden. So entstand also eine violette „Mademoiselle“ und eine hellgraue „Aurelie“ für mich. „Mademoiselle“, der Tüllrock, besteht aus 5 Lagen weichem Tüll und einem Unterrock und flattert herrlich beim Dreideln und Drehen. Hach! Und „Aurelie“, die Rüschenbluse, hier aus Jersey (Obacht! Man kann sie aus Webware oder Jersey nähen. Yes!), macht total viel her und schaut auch ohne Rüsche richtig schön aus. Die beiden Schnitte sind wirklich wie füreinander geschaffen: Leicht, ein bisl verspielt, romantisch, ein wenig extravagant, trendy, festlich, aber auch rockig und lässig. Und auch einzeln super zu kombinieren. Die Teilchen lassen sich also prima in den Rest meiner eher dunklen Garderobe integrieren. 😉

Mademoiselle Aurelie

Und wer sich auch wie eine Fashionista, ein verträumt-romantisches Mädchen, eine rockige Prinzessin, Mommy but yummy oder leicht wie eine Feder im herben Herbst fühlen mag, der ist mit „Mademoiselle Aurelie“ perfekt beraten. Außerdem ist „Aurelie“ (Webwaren- und Jerseyversion) bis Freitag 0 Uhr noch zum Einführungspreis zu haben (5,90€) und der Rock ist für die ersten 40 Käufer ebenfalls reduziert (4,90€). 🙂 Wer aber gleich den Komplettlook haben will, sollte sich das Kombi-Ebook holen (auch das gibt es zum Einführungspreis: 9,50€)

Die einzelnen Schnitte erhaltet ihr bei:
Dawanda „Mademoiselle“ (Tüllrock), „Aurelie“ (Rüschenbluse), „Mademoiselle Aurelie“ (Kombi-Ebook)
oder Alles für Selbermacher „Mademoiselle“ (Tüllrock), „Aurelie“ (Rüschenbluse), „Mademoiselle Aurelie“ (Kombie-Ebook)
Die neuen Teilchen mag ich außerdem bei Zeigt Neues zeigen. 🙂

Meine Liv… Sehnsucht nach Sommer

Boom! Der Sommer ist Geschichte und der Herbst scheint in seinen letzten Zügen zu liegen, dabei haben wir erst Halbzeit. O.O Langsam wird es draußen richtig ungemütlich und ich ziehe mir wieder meine fingerlosen Handschuhe an, damit ich weniger friere. Ich mache mir Tee und eine Wärmflasche, kuschele mich auf dem Sofa in eine Decke und mag morgens nicht aus dem warmen Bett aufstehen. In Marburg lag heute sogar der erste Schnee…naja, drei Flöckchen im Garten und auf den Autodächern. Und alles war sofort geschmolzen, als es „hell“ wurde. Aber in Marburg nennt man das schon Schnee. 😄 Jap, wenn ein Hauch Schnee auf den Straßen liegt (wenn auch schon so reinem Wasser vertaut), dann fahren die Autofahrer wie die ersten Menschen und alle Busse kommen plötzlich zu spät. Seltsamer Ort. 😉 Aber ich kann wieder meine geliebten Co-Z Dresses tragen und die Namesless Hoodies und meinen neuen Jackenwahnsinn ausführen. Dabei habe ich euch gar nicht mein Sommerteilchen gezeigt, dass ich noch im schönsten Sonnenschein ablichten konnte: Meine Liv.

Als ich den Schnitt sah, war ich gleich verliebt, wusste aber nicht so recht, aus welchem Stoff ich mir nun ein Röckle zaubern sollte. Klar, Uni geht immer, aber ich wollte diesen Schnitt unbedingt mit Muster versuchen. Also schlummerte der Schnitt ein kleines Weilchen, bis ich den Cartoon-Stoff im Mangastil bei Alles für Selbermacher entdeckte. Da wusste ich sofort: DER ist es. Stoff bestellt, gewaschen, geschnippelt, genäht, gedreht und holla die Waldfee, war der Rock fertig. Ich war ganz perplex, dass es so schnell und leicht ging und das Ergebnis… große Liebe!

Aber hier nun Bilder, um die Sonnenstrahlen schon fast auf der Haut zu spüren:

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Und? Wird euch wieder warm, wenn ihr so sonnige Bilder seht? 🙂

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Meine Liv ist meine Sommerliebe 2016 geworden!

Der Schnitt: „Meine Liv“ von Meine Herzenswelt.
Der Stoff: Alles für Selbermacher.
Verlinkt bei: RUMS

Ein helles Teil für MICH?!

Oh, oh, oh … So lange keinen Beitrag mehr geschrieben. >.< Es war aber auch eine ganze Menge los bei mir … fast wie im echten Leben. ^^

Jackenwahnsinn

Natürlich war ich aber nicht untätig. Ganz im Gegenteil! In den letzten Wochen ist unter anderem eine neue Jacke bei mir entstanden: Ladys Kunterbunter Jackenwahnsinn. (Was sonst noch so an der Nadel passiert ist, werde ich euch zeigen, sobald ich darf. *freu*) Die Jacke hat eine wunderschöne große Kapuze und ist leicht ausgestellt (dass der Schnitt wesentlich mehr kann, erzähle ich dann demnächst noch mal ausführlicher). Ich bin jedenfalls total verknallt in meine neue Jacke. Und habe ständig Angst, sie dreckig zu machen. Nein, ich kann mit weiß nicht umgehen im Alltag, das muss ich unbedingt noch lernen. 😄

Jackenwahnsinn

Wer hätte gedacht, dass ich eine Sweatjacke in Weiß und Flieder so lieben könnte?! Zugegeben, das Flieder ist Melange und nicht mega knallig. Dennoch ist es Farbe UND hell. Was ist da bloß in mich gefahren, dass ich auch nur auf die Idee komme, so etwas zu nähen?

Jackenwahnsinn

Gaaaanz einfach: Ich habe die Jacke nicht bloß als Probenähteil genäht, sondern auch als Teil eines geplanten Cosplays, dass ich aber leider noch nicht ganz fertig habe. Da hat die Zeit bis zur Buchmesse einfach nicht gereicht, auf der ich es tragen wollte. Aber ich werde die restlichen Bestandteile defintiv beenden, sobald ich Luft bekomme und dann gibt es davon gesondert auch noch mal schöne Bilder und Infos. Bis dahin kann ich euch aber ein Foto schon mal da lassen, denn – auch wenn es nicht fertig war – habe ich doch einen Teil meines Cosplay-Outifts schon auf der Buchmesse getragen. Na, wer kennt es? 😀

Hinata

Ja, trotz der (für mich) ungewöhnlichen Farben, liebe ich die Sweatjacke jetzt schon! ❤
RUMS
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Geliebt! Gehasst? Genäht. :-)

Es gibt Schnitte, die sieht man und weiß sofort, dass man sie nähen möchte. So ging es mir mit dem PinUp Pulli von PiexSu. Ich habe Kristins Beispiel gesehen und dachte: Jawoll! Das nähst du! Und dann habe ich mich an ein Probestück gesetzt und war sofort…
enttäuscht…
Er saß so gar nicht an mir, es sah irgendwie einfach falsch aus und der kleine Rollkragen war mir zu eng am Hals. Ich sah mich im Spiegel an und war so traurig. Alle anderen Bilder, die ich von den anderen Probenäherinnen gesehen hatte, waren so unglaublich schön! Es stand einfach jeder Frau, es saß und alle strahlten auf den Bildern. Und ich, ich fühlte mich unwohl. Ich wollte möglichst schnell wieder aus dem Teil heraus, nachdem die Passformbilder gemacht waren 😦
Ich habe eine ganze Weile überlegt, ob ich das Probenähen abbrechen sollte. Und ich wusste nicht, wie ich es kommunizieren sollte. Mein Ehrgeiz hat mich irgendwie nicht losgelassen. Ich werde doch nicht einfach so aufgeben.
NIEMALS!

PinUp Pulli
Also setzte ich mich wieder an den Schnitt, suchte Stoff raus, nahm eine Nummer kleiner und nähte, wenn auch ein wenig widerwillig, eine weitere Version. Und siehe da! Sie saß, sie fühlte sich großartig an, sie schmiegte sich an meinen Körper, der Kragen war zwar dicht am Hals, aber auf keinen Fall zu eng, ganz zart, schön warm.
Ich nähte eine weitere Version und auch die saß und fühlte sich gut an. Enganliegend, aber nicht zu eng. Und auf einmal sah es überhaupt nicht mehr falsch aus. Wie hatte mich die erste Testversion nur so einschüchtern können? Was hatte ich da so falsch gemacht?

PinUp Pulli
Ganz einfach: Ich habe einen ganz, ganz fürchterlich falschen Stoff genommen. Er war, wie ich hinterher bemerkte, viel zu fest und zu wenig dehnbar. Da sieht man mal, dass es gute Gründe für Stoffempfehlungen gibt. 😉 Ich habe noch immer keine Ahnung, wieso mir das nicht vorher aufgefallen war. Und ich bin so unsagbar glücklich, dass ich mich trotz der ersten Einschüchterung doch nicht von dem Schnitt abgewandt habe. 🙂

Hattet ihr schon ein ähnliches Erlebnis? Spontane Frustration, Enttäuschung oder genau das Gegenteil? Widerwillig etwas genäht und letztlich mehr als begeistert gewesen?

PinUp Pulli
Und bei diesem Stückl hier, habe ich wieder mal geupcycelt: Ein altes violettes Top und ein schwarzes Jerseykleid. Beides habe ich ganz lange nicht getragen, aber nun liegen sie wieder ganz vorne im Kleiderschrank, als PinUp Pulli. ❤ (Und den Rock, den kennt ihr vielleicht noch. Die Schnitte sind ein Traum zusammen!)

PinUp Pulli

Vielen, vielen lieben Dank Kristin, dass ich für dich nähen durfte und bitte sei mir nicht böse, dass ich nichts gesagt habe. Und danke allen anderen Mädels, dass mich eure Bilder so gebannt haben, dass ich auch ein schönes Stück haben wollte.

Oberteil: „PinUp Pulli“ von PiexSu (übrigens ein Freebook!) aus altem Top und Kleid.
Unterteil: „Jessy Jeansrock“ ebenfalls von PiexSu aus Feincord von Buttinette.

Ab damit zu RUMS und Upcycling Party!